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Urlaub auf den Gambier Inseln

Eine geheimnisvolle Lagune voller katholischer Kirchen

Die Gambierinseln liegen sozusagen am Ende der Welt. In Französisch-Polynesien, abgeschottet vom Touristenstrom, befindet sich ein kleines Paradies in einer Lagune, das von einem Barriereriff umgeben ist. Die 43 Inseln sind die Überreste eines Hotspots und gehören zu einem Atoll, das 5,6 bis 5,7 Millionen Jahre alt ist. Das 65 km lange Saumriff ragt nur noch an drei Stellen aus dem Wasser, wo man einige Motus erkennen kann.

Ein Motu ist eine Insel, welche aus Korallensand und -trümmern besteht und sich auf der Spitze eines Riffs befindet. In dieser Gegend gibt es keine bestimmten Jahreszeiten, wobei besonders im Oktober und November überdurchschnittlich viel Regen fällt. Bei einer Durchschnittstemperatur von 23 Grad sind die Gambierinseln das ganze Jahr hindurch als Ferienziel attraktiv.

Land & Leute

Katholische Perlenzüchter im Paradies

Die zu Französisch-Polynesien gehörenden Gambierinseln haben weniger als tausend Einwohner, die hauptsächlich von der Perlenzucht leben. Die Perlen der Gambierinseln sind beliebt und für ihre Perfektion bekannt. In protohistorischer Zeit waren die Inseln von den Polynesiern besiedelt, deren Clans durch die ständigen Kriege stark dezimiert wurden. Es gibt Anzeichen, dass kurz vor der europäischen Entdeckung ein Bürgerkrieg mit den Gesellschaftsinseln im Gange war. König Pomaré II. von Tahiti eroberte die Gambierinseln und stand ihnen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts vor.

Die Entdeckung und Beeinflussung des Archipels durch die Europäer

James Wilson entdeckte 1797 den Archipel als erster Europäer, als er auf einer Missionsreise durch die Südsee fuhr, und benannte die Inseln nach dem Hugenotten James Gambier, seinem großen Vorbild. Sie wurden nicht wie die meisten Inseln durch die englischen Methodisten missioniert, sondern durch die katholischen Patres Honoré Laval und François d’Assise Caret aus Frankreich. Heute noch sind viele religiöse Bauwerke aus dieser Zeit zu bewundern.

Es waren auch die Katholiken, welche die Baumwollpflanzung und die Verarbeitung von Baumwolle brachten. Außerdem begann die Perlen- und Perlmuttfischerei, von der die Bevölkerung heute noch lebt. Die Missionare unterdrückten die Stammeskriege und bekämpften den Kannibalismus, doch die Zwangsverpflichtung der Eingeborenen für die Erstellung religiöser Bauten führte zu Hungersnöten sowie Infektionskrankheiten, welche wiederum zur Dezimierung der Bevölkerung führten.

Wirtschaftlicher Aufschwung und längst vergessene religiöse Kulte

Die Inseln erlebten einen wirtschaftlichen Aufschwung, als von den 60er-Jahren bis zu den 80er-Jahren Militärpersonal dort stationiert wurde, um die Kernwaffenversuche auf dem 400 km entfernten Mururoa-Atoll zu beaufsichtigen. Aus dieser Zeit stammt auch der Flugplatz auf dem Motu Totegegie. Über die kulturelle Vergangenheit der Insel ist wenig bekannt, da durch die ersten Pater fast alle hölzernen Idole verbrannt wurden. Heute sind weltweit noch acht geschnitzte Statuen aus der voreuropäischen Zeit enthalten, welche in diversen Museen ausgestellt sind. Die Gambierinseln bilden eine politische Gemeinde Französisch-Polynesiens, welche in verschiedene Teilgemeinden aufgeteilt ist. Französisch ist die Amtssprache und bezahlt wird mit CFP-Franc, doch Europa sowie Frankreich subventionieren den Staatshaushalt der Gambierinseln, deren Verwaltungszentrum sich auf der Hauptinsel Mangareva befindet.

Kokospalmen, Vögel und Korallenfische

Eine besonders üppige Vegetation bedeckt die Inseln vulkanischen Ursprungs, wobei die windabgewandte Seite des Mount Duff auf der Insel Mangareva mit trockenem Grasland bedeckt ist. Auf den wenig fruchtbaren Koralleninseln wachsen vor allem Kokospalmen, welche der Kokosölproduktion dienen. Insekten, Vögel und Eidechsen machen die artenarme Fauna aus. Die große Anzahl und die Vielfalt von Korallenfischen machen aus der Lagune ein Taucherparadies, welches bis jetzt noch ziemlich unbekannt ist. Viele Bewohner leben von der Perlenzucht, die von den Katholiken angekurbelt wurde. Seine Wiege liegt in Rikitea, der Hauptstadt Mangarevas, wo über 100 katholische Bauten aus dem 19. Jahrhundert erhalten sind. Darunter ist die prachtvolle Kirche Saint Michel, die über einen mit Perlen verzierten Altar verfügt und mit Korallen ausgestattet ist.

Was man auf den Gambierinseln unternehmen kann

Es gibt familiengeführte Pensionen zum Übernachten, von denen einige auch Ausflüge auf die Nachbarinseln organisieren. Motorroller oder Fahrräder können ausgeliehen werden, um die unberührte Schönheit der Insel zu erkunden. Ein Aufstieg zum Mount Duff ist ein Muss für Besucher. Ein Ausflug auf die Nachbarinseln lohnt sich auch auf jeden Fall. Wer sich für alte Kirchen und den Katholizismus interessiert, hat auf Mangareva wie auf den kleineren Inseln viel historisches Anschauungsmaterial zur Verfügung. Tauchbasen sind nicht vorhanden, aber auch beim Schnorcheln kann man die artenreichen Gewässer genießen und die Fische beobachten.

Kulinarische Genüsse

Einfache Küche aus einheimischen Lebensmitteln

Da die Bewohner der Gambierinseln sich selbst versorgen, ist ihre Speisekarte durch die dort wachsenden Lebensmittel bestimmt. Yams ist eine Pflanze, deren Knolle gekocht und gebraten genießbar ist sowie Kartoffeln oder Esskastanien gleicht. Sie darf nicht roh gegessen werden, da sie Gifte enthält. Auch Taro ist eine Nutzpflanze, wobei hiervon nicht nur die Wurzel, sondern auch die Stängel und Blätter gegessen werden.

Brotfrucht und tropische Früchte als Grundnahrungsmittel

Die Brotfrucht stammt von einem in Polynesien einheimischen Baum, welcher durch die Seefahrer in alle Welt verbreitet wurde. Sie wird noch grün vom Baum gepflückt und weist im reifen Stadium eine goldgelbe Farbe auf. Die Früchte mit dem strengen und süßen Geschmack werden oft als Mus oder Gemüse gegessen. Sie werden frittiert, zu Salaten verarbeitet oder in vollreifem Stadium auch roh verzehrt. Die 16 bis 24 Nüsse werden geröstet und anschließend zu Mehl verarbeitet, woraus Brot gebacken wird. Dank des tropischen Klimas wachsen Kokosnüsse, Bananen, Pampelmusen und andere Früchte an jedem Ort. Diese werden roh gegessen oder zu anderen Speisen verarbeitet.

Das Exportgeschäft mit dem Kaffee

Auf den Gambierinseln wird Kaffee angebaut, der auch exportiert wird, jedoch nur im kleinen Rahmen. Kaffee wird auf der ganzen Welt geschätzt, und somit sind die Exportmöglichkeiten vielfältig. Im 9. Jahrhundert wurde in Äthiopien das erste Mal Kaffee entdeckt, welcher von dort aus in die Welt gelangte. Heute gibt es wohl keine Gegend mehr, die Kaffee nicht kennt.

Die Bewohner der Gambierinseln ernähren sich auch von Fischen, die sie selbst fangen, sowie von Schweinen und Hühnern, die gezüchtet werden. Einige typische polynesische Gerichte aus Tahiti können auch auf den Gambierinseln gekocht werden. Der rohe, marinierte Fisch zum Beispiel ist ein sehr beliebtes Gericht. Auch Fischrouladen aus Seezungen, welche mit Bananen und Kokosnuss im heißen Öl gebacken werden, gehören zu den Speisen, die hier zubereitet werden. Schweinefleisch wird gerne zusammen mit Gemüse im unterirdischen Ofen gebacken. Die Schweinerippen lässt man eine Nacht lang in der Marinade aus Sojasoße, Ananassaft und Wein liegen, bevor sie gegrillt werden.

Tauchen am Riff

Ein Unterwasserparadies für Fischliebhaber und Taucher

Auch wenn die Gambierinseln mit ihrem Fischreichtum im Riff ein Paradies für Taucher darstellen, gibt es hier keinen Tourismus. Air Tahiti fliegt den Archipel dreimal im Monat an und auf den Inseln gibt es einige kleine, ganz einfach gehaltene Pensionen. Die Kreditkarte nützt hier nichts im Urlaub. Stattdessen sollte man lieber Landeswährung mitbringen, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Bevölkerung ist aber sehr freundlich und nimmt jeden Reisenden gut auf. Sehenswert sind auf jeden Fall die Perlenfarmen, deren Erzeugnisse weltweite Berühmtheit erlangten. Die Perlen aus der Lagune der Gambierinseln sind sehr beliebt, da ihre Qualität nahezu perfekt ist.

Anweisungen für Taucher und Schnorchler

Wer das Tauchen probieren möchte, muss seine Ausrüstung selbst mitbringen. Es ist jedoch anzuraten, nur Schnorcheln zu betreiben, da auch erfahrene Taucher in unbekannten Gewässern schnell in Gefahr geraten. Es existieren absolut keine Tauchbasen und keine Ausrüstung auf den Inseln, sodass man auf sich alleine gestellt ist. Es ist jedoch möglich, an Exkursionen teilzunehmen, die von Tahiti aus auf die Gambierinseln geplant werden. Ein erfahrener Tauchlehrer begleitet die Gäste und ermöglicht ihnen das sichere Tauchen in dieser wunderschönen Lagune. Niemand sollte alleine Schnorcheln oder Tauchen gehen, da bei einem Zwischenfall die Möglichkeit einer Rettung äußerst klein ist. Das Schnorcheln ist weniger riskant und gewährt einen tollen Überblick über den großen Reichtum an kleinen farbigen Meeresbewohnern. Auch größere Fischarten halten sich gerne in den Riffen auf.

Fische, Muscheln und Korallen in großer Menge

Das Tauchen eröffnet den Urlaubern jedoch nochmals eine ganz andere Dimension des Riffs. Die geografischen Gegebenheiten sind sehr interessant und es gibt viel zu entdecken. Höhlen mit vielen Fischen, Täler und flache Korallengewächse sind in großer Anzahl vorhanden. Auf den Korallen findet man Muscheln wie Riesenflügelschnecken und Trochus. Es gilt, vorsichtig zu sein, denn auch die Haie sind überall. Man sollte entsprechend bereits vor dem Tauchen genau wissen, wie man sich in ihrer Gegenwart zu verhalten hat.

Die Gambier Inseln

Landschaftliche Schönheit, einsame Sandstrände und Perlenzucht

1.600 km südöstlich von Tahiti befindet sich der Archipel der Gambierinseln. Es umfasst 43 verschiedene Inseln, die aus einem Hotspot entstanden. Politisch gesehen gehören sie zu Französisch-Polynesien und geografisch werden sie dem Tuamotu-Archipel zugerechnet. Die Gambierinseln, welche auch Mangareva-Inseln heißen, zeigen jedoch im Gegensatz zu den flachen Tuamotus ein völlig anderes Landschaftsbild. Sie sind Überreste eines riesigen Zentralvulkans, welcher sich einst aus einer von einem Saumriff umgebenen Lagune erhob. Die Hauptinsel Mangareva ist 8 km lang und 1,5 km breit. Da sich auf ihr keine Flüsse befinden, wird das reichliche Regenwasser in Zisternen sorgfältig aufbewahrt. Der Mount Duff ist mit 440 Metern die höchste Erhebung der aus Vulkangestein bestehenden Insel.

Nur wenige Menschen leben auf den Gambierinseln

Auf Mangareva wohnen 872 Menschen, die meisten davon in der Hauptstadt Rikitea. Noch vier weitere der Gambierinseln sind bewohnt: Aukena, Akamaru, Kamaka und Taravai. Aukena ist die viertgrößte Gambierinsel und wurde 1797 von James Wilson entdeckt. Heute gibt es noch Überreste der historischen Siedlung Purirau, welche mit den Resten der St. Andreaskirche auch Zeugnis der Christianisierung der Ureinwohner ist. Heute leben 31 Menschen auf der Insel, deren Siedlung jedoch nicht in Purirau liegt. Dank des unverschmutzten, planktonreichen Wassers hat sich die Insel wie auch Mangareva in der Zucht weißer und schwarzer Perlen etabliert. Auch ihre Sandstrände sind ausgezeichnet und laden zum Entspannen ein.

Die frühe Christianisierung hinterlässt architektonische Spuren

1834 wurde mit der Christianisierung der Bevölkerung auf Akamaru begonnen, wovon noch heute die 1841 konstruierte Kirche zeugt. Heute leben noch ungefähr drei Familien auf der Insel. Trotz ihrer landschaftlichen Schönheit wurde sie bis jetzt nicht für den Tourismus erschlossen. Auf der 0,5 km² großen Insel Kamaka lebte 2002 genau eine aus vier Personen bestehende Familie und die Insel Taravai wird von nur sechs Personen bewohnt, obwohl sie nach Mangareva die Zweitgrößte der Gambierinseln ist.

Auch hier sorgte der Orden der „Peres et religieuses des Sacres-Coeurs de Picpus“ für die frühe Christianisierung. Noch heute ist die Kirche Saint Gabriel aus dieser Zeit erhalten, die einmal das geistliche Zuhause für 2.000 Bewohner von Taravai war. Die restlichen 38 Inseln des Archipels sind gänzlich unbewohnt. Sie werden Motus genannt und befinden sich in der Lagune oder auf dem Atoll. Die Insel Totegegie besitzt einen Flughafen, der den Zugang der Außenwelt zum Atoll ermöglicht.

Wellness im Urlaub

Natur pur ohne kommerzielle Wellnessangebote

Wellness sollte gerade im Urlaub ein Teil des vorgesehenen Programmes sein, denn es gibt keine günstigere Zeit, um Entspannung pur zu erleben, als wenn man sich an einem anderen Ort befindet und für eine gewisse Zeit von all seinen Verpflichtungen befreit ist. Nur so ist es möglich, in sich zu gehen und Körper, Seele sowie Geist zu erfrischen, damit sie bereit sind, die Herausforderungen des Alltags wieder motiviert zu bewältigen. Wer die Möglichkeit hat, seine Ferien auf einer paradiesischen Insel zu verbringen, ist zweifach privilegiert, denn er hat nicht nur seinem Arbeitsalltag hinter sich gelassen, sondern wird auch nicht durch zu viele Touristen in seiner Erholung beeinträchtigt.

Wellness auf Tahiti oder Natur auf Mangareva?

Da die Gambierinseln nicht gerade touristisch sind, gibt es auch keine kommerziellen Wellnessangebote. Wer sich nach einem anstrengenden Tauchurlaub also mit Spas und Massagen verwöhnen lassen möchte, sollte sich auf das 1.600 km entfernte Tahiti begeben. Hier kann man sich in exotischen Blütenbädern, tief reinigenden Bädern und mit ätherischen Ölen entspannen. Das Zusammenspiel von explosiver Farb- und Aromamischung spricht alle Sinne zugleich an, garantiert jedem gestressten Geschäftsmann vollkommene Entspannung und ermöglicht es, vom Arbeitsalltag wirklich Abstand zu nehmen. Im Wellnessbereich werden traditionelle polynesische Pflegeanwendungen praktiziert, welche mit einheimischen Produkten wie Kokos, Avocado, Kaffee und Früchten der Haut, den Haaren, den Nägeln sowie dem Körper zu Entspannung und Erneuerung verhelfen. Auch eine Entspannungsmassage darf nicht fehlen, welche in einem gut riechenden Ambiente ein Gefühl völliger Harmonie hervorzurufen vermag.

Gesunde Ernährung direkt vom Baum

In einem Paradies wie auf den Gambierinseln braucht man eigentlich keine Wellnessangebote, denn die Natur selbst hält alles, was für die perfekte Erholung benötigt wird, bereit. Es ist leicht, sich gesund zu ernähren, denn Früchte wachsen überall und dürfen gepflückt werden. Endlose Sandstrände und die unglaubliche Ruhe helfen, den Stress hinter sich zu lassen. Darüber hinaus ist der Genuss der Sonne in den tropischen Breitengraden sowieso fast immer möglich. Spaziergänge ohne Zeitdruck oder eine Fahrt mit Fahrrad können genauso entspannend wirken wie das Liegen in einer Hängematte zwischen zwei Palmen, während man den Vögeln zuhört. Wer nach einem anstrengenden Tauchgang eine Massage braucht, der findet bestimmt jemanden, der dazu bereit ist, denn im Paradies Mangareva hat man noch Zeit und räumt Beziehungen einen wichtigen Platz ein. Durch die völlige Isolation von der Umwelt lernen auch die Gäste, sich erstaunlich schnell dem neuen Lebensrhythmus anzupassen.

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