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Die Insel Fuerteventura

Innerhalb der kanarischen Inselgruppe ist Fuerteventura in der Nähe von Lanzarote zu erreichen. Dort liegt die älteste kanarische Insel zugleich in einer Entfernung von circa 100 Kilometern vor der Küste Marokkos. Bezogen auf die gesamte Landesfläche hat Fuerteventura einen Anteil von 22,15 Prozent. Unter den kanarischen Inseln stellt die Insel die zweitgrößte ihrer Art innerhalb des Archipels dar.

Besonders beliebt ist Fuerteventura bei Surfern und Badetouristen. Gekennzeichnet ist die Landschaft der Insel von einer halbwüstenhaften Vegetation. Unfruchtbare Lavagesteinsflächen und ältere Lavagebiete, die heute besonders fruchtbare Böden aufweisen sind auf Fuerteventura vorzufinden, aber der heiße Wind verhindert das Gedeihen von vielen Pflanzen.

Nur die widerstandsfähigen Kanaren-Wolfsmilchgewächse, Feigenkakteen und Flechten, sowie im Bergland einige wilde Ölbäume und wenige Dattelpalmen in Talsohlen wachsen auf der Insel und halten den Temperaturen stand. Im Norden und Osten wird die Insel von weiten Dünenketten geprägt und im Westen von Steilküsten.

Sehenswürdigkeiten der Insel

Es sind gerade die weiten, kilometerlangen Sandstrände an der Ostküste, die besonders viele Badeurlauber und Wassersportler anziehen. Zu den Besuchszielen gehört, der in der Nähe von Corralejo gelegene Dünenpark, der unter Naturschutz steht. Hierbei handelt es sich um eine der größten Wanderdünen weltweit. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten Fuerteventura’s zählt La Lajita, ein Ort der zwischen Tarajalejo und der Costa Calma liegt. Hier befindet sich der Oasis-Park, ein 800.000 qm großes Naturparadies. Dieses Naturparadies teilt sich auf in einen Tierpark in dem circa 3000 Tiere leben, einen Botanischen Garten und eine Kamelsafari-Station. Verschiedene Tiershows im Oasis Park, wie beispielsweise die Seelöwenshow und die Papageienshow ziehen jährlich tausende Besucher in ihren Bann.

Auch der Botanische Garten mit seinen tropischen Pflanzen, zu der auch eine unfassbare Anzahl an Kakteen von rund 20000 Exemplaren gehört, bietet reizvolle Impressionen. Für Kulturinteressierte ist das Museum Ecomuseo La Alcogida in Tefia im Nordwesten der Insel ein Besuch wert. Dieses Freilichtmuseum, in beeindruckender Umgebung besteht aus sieben verschiedenen Häusern, in denen die Präsentation des Lebens aus einer Zeit bevor der Tourismus Einzug hielt, erfolgt. Ebenso wird die Handwerkskunst dieser Zeit gezeigt, so dass man unter anderem Einblick in die Welt der Stickerinnen und Korbflechter gewinnen.

Ein Weg sollte bei einem Besuch auf Fuerteventura nach Cofete führen. In der auf der Halbinsel Jandia gelegenen Stadt lädt die „Villa Winter“ zu einem Rundgang ein. Es handelt sich um ein Anwesen, das nach dem früheren Besitzer benannt wurde. Dieser hat mit einer sehr undurchsichtigen Vergangenheit auf sich aufmerksam gemacht.

Tipp: Von der Veranda des Hauses hat man einen grandiosen Blick über das Meer

Ferner bietet sich ein Besuch im Municipio Tindaya an. Dort befindet sich der als Heilige Berg bekannte La Montana Tindaya, ein heiliger Kultort der Guanchen. Vor einiger Zeit wurden dort beeindruckende Überreste der Ureinwohner Fuerteventuras gefunden.

Land und Leute

Fuerteventura ist nicht trostlos wie oft behauptet wird, aber sie ist ruhiger als die anderen kanarischen Inseln. Die Insel bietet nicht nur lange, weiße oft einsame Strände, sondern auch Berge im Landesinneren. Man sollte die Gelegenheit unbedingt nutzen und diese raue und kahle Berglandschaft der Insel besuchen. Zauberhafte Impressionen schenkt einem die an der Westküste gelegene Steilküste. Außerdem kann man sich beim Besuch der ältesten kanarischen Insel, bei Correlajo von den Sanddünen verzaubern lassen, die als Wanderdünen bekannt sind.

Fuerteventura ist von bescheidenen, einfachen Menschen besiedelt, welche trotz einer gewissen Zurückhaltung eine große Herzlichkeit zeigen können. Seit der Auswanderbewegung im 16. Jahrhundert ist die Anzahl der Einwohner stark zurückgegangen, sodass heute mehr wilde Ziegen als Menschen auf der Insel leben. Die Menschen brachen damals in großen Scharen auf, um ihr Glück in Südamerika, vor allem Argentinien und Venezuela, zu finden. Interessant ist, dass durch die ausgeprägte Entwicklung der Insel sich einige Auswanderer dazu entschlossen, in die Heimat ihrer Vorfahren zurückzukehren. Die Haupteinnahmequelle der Einwohner sind Ziegenzucht und Landwirtschaft, was noch in traditioneller Art und Weise ausgeführt wird. Deshalb sind Ziegenkäse, Ziegenmilch und Ziegenfleisch Grundnahrungsmittel der Insel.

Am Parque Natural de Correlajo ist dabei sehr deutlich zu spüren, wie nah die kanarischen Inseln an Afrika liegen. Ganz besonders im Mittelpunkt steht bei den Urlaubern die Halbinsel Jandia. Dort erreichen Sie den Hauptort Puerto del Rosario. Ferner bietet sich ein Besuch in der Inselhauptstadt Puerto del Rosario an, die den Namen der gleichnamigen Gemeinde trägt.