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Urlaub auf den Malediven

Ein Paradies vor Indiens Küste

Südwestlich Sri Lanka und Indien befinden sich die Malediven, eine Inselkette von 1.196 Inseln, welche alle nur ungefähr einen Meter über dem Meeresspiegel liegen. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 760 km, währen die West-Ost-Ausdehnung 130 km lang ist. Die Inseln sind nicht vulkanischen Ursprungs, sondern liegen auf dem maledivischen Rücken, einer abgekippten Randscholle der indischen Landmasse.

26 Atolle beheimaten die verschiedenen Inseln und bilden mit ihren Korallen eine wunderbare und interessante Unterwasserwelt. 2,4 Meter über Meer ist die höchste Erhebung der Malediven, welche sich auf Vilingili im Addu-Atoll befindet. Die mit Brotfruchtbäumen und Palmen bewachsenen Inseln auf einer Gesamtfläche von 298 km2 sind gerade durch die Atolle gut vor dem Monsun geschützt.

Die Malediven

Flache Inseln und der Kampf gegen den Meeresanstieg

Die maledivischen Atolle gelten als Musterbeispiel dieser Art des Korallenriffs und auch das Wort Atoll wird vom maledivischen Wort atholhu abgeleitet. Der warme, sauerstoffreiche und lichtdurchflutete Indische Ozean bietet ideale Bedingungen für das Korallenwachstum, doch die Klimaerwärmung schürt die Sorge, dass mit dem Anstieg des Meeresspiegels die Inseln überschwemmt werden könnten. Deshalb wurde mit der Aufschüttung einer künstlichen Insel begonnen, welche bis zu 100.000 Menschen aufnehmen könnte. Sie befindet sich in der Nähe der Hauptstadt Male, wo die meisten Menschen leben. Forschungen zeigen jedoch, dass das Versinken der Inseln sehr unwahrscheinlich ist, da die Sturmwellen die Inseln mit Sand aus dem Riff versorgen; sie so immer weiterwachsen und durch die Größe der Wellen nie mehr als 1,5 m aus dem Riff ragen werden. Allerdings wird das natürliche Inselwachstum in besiedelten Gebieten empfindlich gestört, da dort das Geröll beiseitegeschafft wird.

Klassische Atolle und eine faszinierende Unterwasserwelt
In den Malediven findet man die klassische Art des Atolls, welches durch das Einbrechen eines tischförmigen Riffes entsteht. Während die Lebensbedingungen in der Mitte nicht mehr genügen, wird das Wachstum an den Außenwänden ungehindert fortgesetzt. Das Korallenriff ist nach dem Urwald der Lebensraum mit dem größten Artenreichtum und so erstaunt es nicht, dass man in der Unterwasserwelt der Malediven eine unglaubliche Vielfalt an Meeresbewohnern findet. Steinkorallen sind die vorherrschende Art, wobei auch Schwämme, Gorgonien und Seeanemonen zu sehen sind. Die Unterwasserwelt beschert den Inseln Tourismus, welcher allerdings nur auf ungefähr 80 Inseln zugelassen ist. Die maledivische Bevölkerung lebt traditionell islamisch, was eine Trennung von Fremdem und Einheimischen für sie nötig macht. Die Touristen kommen jedoch nicht zu kurz, wenn es darum geht, die Artenvielfalt in den Korallenriffs zu bestaunen

Land & Leute

Die einfache Lebensweise der Einheimischen

Die Bevölkerung der Malediven besteht hauptsächlich aus Sunniten und lebt streng islamisch. Ungefähr 400.000 Menschen wohnen auf den 220 bewohnbaren Inseln und leben vor allem vom Tourismus. Sie sprechen Dihevi, die maledivische Sprache, wobei auch Englisch als Landessprache gezählt wird. Das Leben findet in Dorfgemeinschaften statt, welche meistens aus 200 bis 300 Leuten bestehen. Ob eine Insel bevölkert ist oder nicht, hängt vor allem mit dem Süßwasservorkommen zusammen, welches das Überleben garantiert. Man ist sich nicht sicher, wer die ersten Siedler auf den Malediven waren. Es deutet alles daraufhin, dass es Singhalesen, Araber und Afrikaner waren. Zwischen den verschiedenen Inseln, deren Einwohner vor allem Fischfang betreiben und ein recht eintöniges Leben führen, besteht kaum Kontakt. Die Männer verkaufen den Fisch auf dem Markt in Male, weshalb auf den Inseln oft nur die Frauen zurückbleiben. Landwirtschaft wird trotz ungünstiger Umstände betrieben. Verschiedene Erzeugnisse wie Brotfrucht, Kürbis, Mango, Taro und anderes werden in Male auf dem Markt oder auf den Ferieninseln verkauft.

Familiengründung und Hausbau auf den islamischen Malediven
Malediver bauen sich einfache Hütten, welche aus Korallensteinen gefertigt und mit Palmblättern bedeckt sind. Die durchschnittliche Lebenserwartung von 50 bis 60 Jahren ist nicht sehr hoch und deshalb gründen sie relativ früh ihre Familien. Durch den Islam haben die maledivischen Männer die Erlaubnis, mit bis zu vier Frauen gleichzeitig verheiratet zu sein. Dies wird heute kaum noch praktiziert, doch durch das vereinfachte und informelle Scheidungsverfahren wird hier eine der höchsten Scheidungsraten der Welt gemessen. Es gibt keine soziale Versicherung und die Kinder dienen noch als Altersvorsorge. Deshalb haben die maledivischen Familien oft fünf Kinder oder mehr.

Politik und Regierung auf den maledivischen Inseln
Alle fünf Jahre wird der Präsident neu gewählt, welcher zusammen mit den zehn Ministern das Land regiert. 48 Volksvertreter, je zwei aus jedem Atoll, bilden das Parlament. Jedes Atoll untersteht einem Chef, der für Recht und Ordnung sorgt. Er meldet auch alle wichtigen Ereignisse der Regierung in Male. Das Amt des Inselchefs wird durch Vererbung weitergegeben. Der Koran bestimmt die Gesetze auf den Malediven, welche außenpolitisch aber einen neutralen Kurs wahrnehmen.

Kulinarische Genüsse

Bodenständige und vom Meer beeinflusste Speisekarte

Wie es für eine Inselrepublik nicht anders zu erwarten ist, findet man Fisch als Hauptnahrungsmittel auf dem Speiseplan. Der Einfluss von Indien und Sri Lanka ist spürbar in der maledivischen Küche, wobei die Touristendestinationen mittlerweile ebenfalls internationale Küche anbieten. Außer einheimischen Früchten wie Papaya, Kokosnuss, Mango und Banane werden Lebensmittel vor allem importiert. Deshalb ist das Essen auch relativ teuer.

Fische in allen Variationen
Die traditionelle maledivische Küche ist bodenständig und bietet eine reichhaltige Auswahl an Fischen. Thunfisch, Makrele, Rotbarsch und Seezunge sind häufig auf dem Speiseplan zu finden. Früher wurde auch viel Haifisch verzerrt, was aus Artenschutzgründen heute nicht mehr möglich ist. Krustentiere sind teuer, da sie importiert werden. Ein traditionelles Gericht ist das Fischgulasch, welches aus dem Fleisch des Bonitos, einer Thunfischart, hergestellt wird. Garudiya ist eine traditionelle Fischsuppe, für die Fischstücke von verschiedenen Arten verwendet werden. Mit Salz und Zitrone beträufelt werden sie gekocht, bevor sie mit maledivischem Fladenbrot, Süßkartoffeln und Reis genüsslich verzehrt wird.

Von der indischen Küche beeinflusste Gerichte
Auch der Hiki Mas, der getrocknete Fisch, wird oft von Einheimischen gegessen, wobei er für Touristen gewöhnungsbedürftig ist. Bei den meisten Fischgerichten auf den Malediven wird der Einfluss der indischen Küche vor allem bei den Gewürzen spürbar. Currygerichte mit Huhn oder Rindfleisch sind eine gute Abwechslung zum Fisch. Seit Kurzem ist es möglich, in einigen Ressorts Schweinefleisch zu konsumieren. Dies ist dem Einfluss der Touristen zu verdanken, da ja der Verzehr von Schweinefleisch im Islam nicht gestattet ist. Wer gute Restaurants ausprobieren möchte, findet diese in Male rund um die Fischmarkthalle.

Die dort angesiedelten Tea Shops servieren vorzüglich zubereitetes Essen. Die Getränkeauswahl ist für Touristen sehr vielfältig und beinhaltet das Nationalgetränk Tee, welcher überall vor allem zum Frühstück serviert wird. Auch Kaffee ist immer vorhanden und für die heißen Nachmittage sind kühle Erfrischungsgetränke vorgesehen. Alkohol ist nur in den touristischen Ressorts erhältlich. Wer gerne mal etwas anderes ausprobieren möchte, ist mit frischer Kokosmilch gut beraten.

Tauchen am Riff

Artenvielfalt und Korallenreichtum vom Feinsten

Was die Malediven für Touristen so interessant macht, ist vor allem ihre faszinierende Unterwasserwelt. Diese lockt jährlich Unmengen von Tauchern aus aller Welt an, welche nur darauf warten, die maledivischen Atolle zu erkunden. Nebst atemberaubenden Korallenformationen überzeugt vor allem die Vielfalt der Riffbewohner, welche kein Touristenherz unberührt lassen wird.

Meeresbewohner und ihr Leben im gut organisierten Riffsystem
Die riffbauenden Steinkorallen entziehen dem Meerwasser Mineralien und scheiden Kalk ab. Dadurch sind die maledivischen Atolle entstanden. Mit der Zeit haben sich verschiedene Arten von Fischen und niederen Tieren angesiedelt, welche von Tauchern und Schnorchlern beobachtet werden können. Die etwa 30 cm großen Kaiser- und Doktorfische gehören zu den Prachtexemplaren. Ebenfalls gut erkennbar sind die prächtigen Wimpel- und Schmetterlingsfische. Die Schaukelfische sind oft kaum auszumachen, da sie Blättern täuschend ähnlich sehen. Das Leben im Riff ist streng organisiert und jedes Tier hat seinen Platz darin. Interessant für Taucher sind Putzerstationen, wo alle größeren Fische haltmachen müssen, um ihre Parasiten loszuwerden.

Große Tiere wie Barrakudas, Ammenhaie, Makrelen und Schildkröten sind auf einem Trip durch das Korallenriff leicht zu finden. Es lohnt sich auch, in die versteckten Nischen und Höhlen zu sehen, wo sich viele kleinere Riffbewohner aufhalten, wie zum Beispiel Schnecken und wer Glück hat, trifft auch Delfine.

Tauchplätze für Anfänger, Fortgeschrittene und Mutige vorhanden
Wer auf den Malediven tauchen will, muss nicht über viel Erfahrung verfügen. Es existieren Plätze, die auch mit Schnorcheln sehr gut erreicht werden können und wo man eine gute Sicht auf die Korallen und ihre Bewohner hat. Wichtig ist, dass man sich immer als Gäste im Riff verhält und nichts abbricht oder zurücklässt. Auf jeden Fall muss man immer die Anweisungen der Tauchschule befolgen, damit noch viele Leute danach das Riff in ihrer schönsten Form kennenlernen können. Es gibt verschiedene interessante Tauchplätze zu erkunden wie zum Beispiel das Banana Reef 1, der Klassiker schlechthin. In diesem Naturschutzgebiet mit vielen Tischkorallen ist eine große Artenvielfalt zu bewundern. Auch einige Wracks können betaucht werden wie die Hembadhoo oder die Maldive Victory, welche 1981 sank, sowie Höhlen und verschiedene Kanäle laden zum Tauchen ein.

Inseln im indischen Ozean

Chronischer Platzmangel in der Inselrepublik Malediven

Die maledivischen Inseln sind streng nach touristisch und einheimisch getrennt, da die Bevölkerung streng islamisch lebt. Ein Viertel der 300.000 Einwohner lebt auf der Hauptstadtinsel Male, dem wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der Inselrepublik. Sie ist nur 1,7 km2 groß und damit völlig überbevölkert. Die Insel wurde schon mehrmals erweitert und heute ist das Riff völlig zugeschüttet, sodass weitere Schritte in diese Richtung unmöglich sind. Die nahegelegene Insel Vilingili wird heute bereits als Stadtteil von Male anerkannt. Viele Malediver ziehen nach Male auf der Suche nach einem besseren Leben, deshalb nimmt die Bevölkerung stetig zu.

Male – kleine Hauptstadt einer großen Touristendestination
Males Stadtbild wird durch mehrstöckige Hotel- und Bürogebäude bestimmt. Der Blickfang ist aber die Moschee mit ihrer goldenen Kuppel, welche das religiöse Zentrum der Inselbewohner verkörpert. Die Zahl der Autos in Male nimmt immer mehr zu, auch wenn auf der kleinen Insel alles gut zu Fuß erreichbar ist. Touristen finden hier neben größeren und kleineren Andenkenläden auch Duty Free Shops, in welchen sie ihre Urlaubseinkäufe tätigen können. In kleineren Geschäften kann man mit Handeln günstige Schätze erstehen und auf dem Fischmarkt und dem Früchte- und Gemüsemarkt kann man sich jeden Tag außer freitags mit Rohkost eindecken.

Tourismus auf einer ehemaligen Militärbasis
Die Touristeninseln sind in den verschiedenen Atollen beheimatet und bieten guten Service für einen unbeschwerten Urlaub. Eine der größten Inseln ist Gan, welche sich am südlichsten Punkt der maledivischen Republik befindet. Sie war von 1941 bis 1986 britische Militärbasis, wovon die befahrbaren Dämme zeugen, welche Gan mit verschiedenen anderen Inseln verbindet. Sie ist eine der wenigen Inseln, die Touristen und Malediver gemeinsam bewohnen. 24 fast unberührte Tauchplätze laden ein, die faszinierende Unterwasserwelt des Addu Atolls zu entdecken. Besonders interessant ist auch das Wrack der 1944 gesunkenen British Loyality. Für Schnorchler gibt es im Hausriff eine Menge verschiedener Fische zu sehen und Schwimmer finden in der Lagune einen ruhigen Platz, um ihrem Hobby nachzugehen.

Ein weiterer geeigneter Platz für Taucher ist die Insel Angaga im Süd Ari Atoll. Hier wachsen viele Mangroven und Palmen, welche eine einzigartige Kulisse für den perfekten Urlaub bieten. Das nahe gelegene Hausriff ist für Taucher und Schnorchler sehr interessant und es besteht die Möglichkeit, verschiedene Wassersportarten zu betreiben.

Wellness im Urlaub

Spas mit natürlichen und traditionellen Heilmethoden ausgestattet

Ferien sind immer geeignet dazu, sich um das eigene Wohlbefinden zu kümmern. Das kann sportliche Aktivitäten beinhalten, aber auch Wellness gehört dazu. Gerade nach einem anstrengenden Tauchgang ist es wunderbar, wenn man sich mit einer Massage verwöhnen lassen kann und die Haare nach dem Salzwasser einer besonderen Pflege unterziehen darf. In den Ferien warten keine Termine auf einem, sodass man sich der Behandlung ganz entspannt hingeben kann. Auch gesunde, natürliche Ernährung und Sonne tanken, ohne direkt in der Sonne zu liegen, gehören zu einer umfassenden Wellness dazu. Den Sand unter den Füßen fühlen oder das Meersalz im Wind schmecken, tragen ebenfalls entscheidend zur Erholung bei.

Hochwertige Behandlungen in maledivischen Spas
Doch auch herkömmliche Spa-Einrichtungen sind üblich. Jede maledivische Touristeninsel ist mit verschiedenen Spas ausgestattet, die sich hauptsächlich an asiatischen Methoden orientieren. Auch traditionelle Heilmethoden, welche auf den Inseln von Generation zu Generation weitergegeben wurden, sind Bestandteil einiger Wellnessangebote. In den maledivischen Spas werden höchst klassische Wellnessbehandlungen angeboten und die Spas befinden sich in verschiedenen Gegenden: Einige sind tief im Wald, andere am Meer und spezielle Spa-Einrichtungen wurden sogar unter Wasser gebaut.

Verschiedene wirkungsvolle Therapien aus einheimischen Zutaten
Das mit traditionellen Methoden extrahierte maledivische Kokosnussöl ist für seine feuchtigkeitsspendende und heilende Wirkung bekannt. Deshalb wird es häufig bei Spa-Behandlungen eingesetzt. Das Gandhakolhli-Blatt heilt fast jede Beschwerde und ist aus den maledivischen Spas nicht mehr wegzudenken. Ebenfalls beliebt ist die maledivische Sandmassage, welche vor allem für Muskel- und Gelenkschmerzen lindernd wirken soll.

Das internationale Personal ist hoch qualifiziert und sorgt dafür, dass es den Touristen an nichts fehlt, und dass jeder mit der individuell abgestimmten Therapie versorgt wird. Nebst den traditionellen Methoden werden auch in Europa bekannte Techniken angewandt, welche teilweise aus dem Orient stammen. Akupunktur, Thaimassage, Shiatsu und Yoga sind sehr präsent in den maledivischen Wellnessbereichen. Damit ist für jeden etwas vorhanden, ob man die altbekannten Methoden bevorzugt oder offen ist, etwas Neues auszuprobieren.

Gesundheit & Medizin

Reisende, die vor ihrem Aufenthalt auf den Malediven nur in Deutschland waren, müssen keine besonderen Impfvorschriften befolgen. Auch wenn keine Impfungen vorgeschrieben sind, empfiehlt das Auswärtige Amt folgende Impfungen: Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio. Besonders empfohlen wird eine Hepatitis Impfung A, bei längeren Aufenthalten auch Hepatitis B und Typhus. Landesweit kommen diverse Magen-und Darminfektionen vor. Um sich vor diesen Parasiten, Salmonellen, Bakterien und Viren zu schützen ist es wichtig auf eine sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene zu achten. Fleisch und Fisch sollte nur gut durch gegart verzehrt werden und Obst frisch geschält gegessen werden.
Das Leitungswasser hat nicht immer Trinkqualität und weist auf einigen Inseln einen typischen Schwefelgeruch auf. Deshalb wird empfohlen Leitungswasser abzukochen oder nur original verpackte Getränke zu konsumieren.

Viele Hotels stellen Wasser in Flaschen bereit, das bedenkenlos getrunken, zum Zähneputzen oder für das Waschen von Obst benutzt werden kann.
Auf den Malediven wird das Dengue Fieber durch Mücken übertragen, für das es noch keine Schutzimpfung gibt. Nur das Tragen von heller, langer Kleidung und der Einsatz von Insektenschutzmitteln bietet Schutz gegen diese Krankheit. Das Dengue Fieber ähnelt einer Influenza oder Malaria, für die auf den Malediven keine Prophylaxe erforderlich ist. Die Mitnahme von ausreichender Sonnenschutzcreme mit verschiedenen Lichtschutzfaktoren, zu Beginn des Urlaubs empfehlen wir einen Sonnenschutzfaktor 30-60 und einer After Sun Lotion ist sehr ratsam, denn durch die Nähe zum Äquator ist die Sonneneinstrahlung, besonders in den Mittagsstunden sehr hoch. Bei Urlaubern, die diese intensive Sonneneinstrahlung unterschätzen, kann es zu schmerzhaften Sonnenbränden kommen.

Da es auf den Malediven nur in der Hauptstadt Male Krankenhäuser und Apotheken gibt, wohin man mittels Boot oder Flugzeug reisen muss, können im Krankheitsfall sehr schnell hohe Kosten entstehen, deshalb ist eine Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung unbedingt zu empfehlen. Viele Inseln verfügen zwar über eine Erste Hilfe Station, allerdings verfügt diese oft nur über die am häufigsten benötigten Medikamente. Deshalb empfehlen wir die Mitnahme von Grippe und fiebersenkenden Arzneimitteln, Ohrentropfen gegen Entzündungen, Salbe gegen Insektenstiche, Brand –und Wundsalbe, die nach einem Sonnenbrand den Heilungsprozess beschleunigt, Medikamente gegen Durchfall, Desinfektionsmittel und Pflaster.

Unser Tipp:
Sollten sie ein Krankenhaus aufsuchen müssen, in Male befindet sich ein gut ausgestattetes Krankenhaus – das moderne Indira Gandhi Hospital. Desweiteren verfügt das Honorarkonsulat in Malé über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der Stadt.

Reisewetter

Auf den Malediven herrscht ein feuchttropisches Klima mit einer Luftfeuchtigkeit bis zu 80%. Die Tagestemperaturen liegen aufgrund der Äquatornähe ganzjährig durchschnittlich konstant bei 28 bis 31 Grad Celsius. Diese warmen Temperaturen machen die Malediven das ganze Jahr zu einem attraktiven Urlaubsziel. Die Hauptreisezeit ist jedoch zwischen November und April während des Nordost-Monsuns, da es in dieser Zeit sehr trocken und windstill ist. Im April beginnt die Regenzeit auf den Malediven, trotzdem sind die Tage in aller Regel freundlich mit vielen Sonnenstunden, es ist aber mit kurzen sehr kräftigen Schauern zu rechnen.

Im Mai mit dem Monsunwechsel sorgt der Südwest-Monsun für heftige Niederschläge und zum Teil auch kräftige Gewitter. Die Monate Juni und Juli gelten als regenreichste Zeit auf den 26 Atollen mit ihren knapp 1200 Inseln. Die Wassertemperaturen liegen das ganze Jahr bei angenehmen 27 bis 29 Grad. Weiße Strände, Korallenriffe, kristallklares türkisfarbiges Wasser und die warmen Wassertemperaturen machen die Malediven zu einem begehrten Reiseziel auch für Taucher und Schnorchler aus der ganzen Welt. Mittlerweile sind die Malediven auch für Surfer ein interessantes Reiseziel geworden. Von Mai bis August weht oft eine kräftige Brise und die Wellen sind demzufolge am stärksten, deshalb ist diese Zeit für Wassersportler am attraktivsten, um ihren Urlaub auf den Malediven zu verbringen.

Natürlich hat der weltweite Klimawandel hat auch Einfluss auf das Wetter auf den Malediven. Vor einigen Jahren war die Einteilung in eine Trockenzeit und eine Regenzeit recht eindeutig, mittlerweile verschiebt sich diese immer mehr. Es ist deshalb auch schwieriger geworden, das Wetter vorherzusagen, denn es kann zu ungewohnten Wetterlagen kommen. Trotz allem können die hier aufgeführten Erläuterungen als Richtlinie für Ihre Urlaubsplanung genommen werden.

Visum & Einreise

Für die Einreise auf die Malediven ist ein international gültiger Reisepass (Reisedokument) erforderlich, welcher noch 6 Monate über die Ausreise hinaus seine Gültigkeit haben sollte. Zusätzlich zum Reisepass benötigt jeder Reisende ein Einreisevisum. Dieses Visum ist kostenlos und wird bei der Einreise am internationalen Flughafen in der Hauptstadt Male für 30 Tage ausgestellt. Die dafür benötigten Ein- und Ausreisekarten werden meist während des Fluges zu den Malediven an die Passagiere ausgegeben. Diese Arrival-Card / Departure-Card müssen von Ihnen ausgefüllt und zusammen mit dem Reisedokument bei der Einreise vorgezeigt werden. Planen Sie einen längeren Aufenthalt als 30 Tage auf den Malediven, benötigen Sie eine Verlängerung des Touristenvisums.

Das Visum kann mittels eines Antrages bis auf 90 Tage vom Departement of Immigration and Emmigration in Male verlängert werden. Sie benötigen dafür zwei Passbilder, eine Empfehlung der entsprechenden Hotelinsel und derzeit ca.40 Euro. Überschreiten Sie Ihren Aufenthalt ohne genehmigte Verlängerung, auch nur um einen Tag nach Ablauf der Visumsfrist von 30 Tagen, können erhebliche Geldstrafen und ein Einreiseverbot auf Sie zu kommen. Für Kinder bis 12 Jahre reicht für die Einreise einen Kinderreisepass mit aktuellem Lichtbild. Kinder über 12 Jahre benötigen einen eigenen Reisepass. Um auf die Malediven einreisen zu können, müssen Sie außerdem einen Nachweis über ein Rückflug- oder Weiterflugticket mit bestätigter Flugbuchung vorlegen können.

Desweiteren ist eine Hotelbuchung/ Reservierungsbestätigung notwendig. wenn Sie keine Pauschalreise gebucht haben. Sollten Sie keine Hotelreservierung vorweisen können müssen Sie über ausreichende Geldmittel, derzeit mindestens 30,00 USD pro Aufenthaltstag verfügen, um Ihren Aufenthalt bestreiten zu können. Medikamente unterliegen einer strengen Einfuhrkontrolle sind Sie während ihres Aufenthaltes auf den Malediven, auch auf nicht verschreibungspflichtige Medikamente angewiesen, benötigen Sie eine schriftliche Bestätigung Ihres Arztes. Auf dieser Bescheinigung müssen in englischer Sprache der Name des Patienten, der Name des Arzneimittels und die benötigte Dosierung jedes einzelnen Medikaments hervorgehen. Die Einfuhr von Alkohol ist strengstens untersagt und der Rauschgiftbesitz wird schon bei kleinsten Mengen schwer geahndet und kann lebenslange Haft zur Folge haben. Zigaretten dürfen pro Erwachsene Person maximal 200 Zigaretten eingeführt werden.

Benötigen Sie Hilfe, während Ihres Aufenthaltes auf den Malediven, befindet sich die nächste Vertretung in Colombo/Sri Lanka.

Deutsche Botschaft in Colombo/Sri Lanka (Embassy of the Federal Republic of Germany)
P.O. Box 658,
Colombo, Sri Lanka

Telefon +94 11 258 04 31
Fax  +94 1 258 04 40.
Notfalltelefon außerhalb der Dienstzeiten: +94 77 734 4283

Kommentare

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2 Kommentare

  1. Das erste Mal verbrachten wir vor ca. 4 Jahren unseren Urlaub auf den Malediven. Die Wahl der Insel war vorab nicht leicht und nach langem Überlegen entschiedenwir uns dann für Kuramathi. Allein schon der Wasserflugzeugtransport von Male auf die Insel war ein Erlebnis für sich.

    Antworten
    • Hi Christin, das stimmt der Weg zur Insel ist ein echtes Abenteuer :-). Aber auf der Insel kehrt doch wieder etwas Normalität ein. Da die Insel relativ groß ist, gibt es Kleinbusse und Buggys, welche den Transport vom Hotel zum Strand und anderen strategisch wichtigen Punkten übernehmen.

      Antworten

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